COTY – Event des Automobilherstellers General Motors

 

 

 

   

 

 

 

 

Die COTY (Car of the Year) Mitglieder, Vereinigung von europäischen Top-Journalisten, zählen zu den wichtigsten Meinungsbildnern innerhalb Europas. Ihr Votum kann signifikant den Erfolg eines zukünftigen Fahrzeugs entscheiden.

 

Kommunikationsziel:
Präsentation des gesamten GM Portfolios der kommenden 2,5 Jahre.

 

Botschaft:

  1. GM in Europa ist auf Erfolgskurs

  2. Profiliertes Markenmanagement

  3. Kein Marken-Kannibalismus

 

Ablauf:
Vorfahrt der Gäste in ein unbekanntes Areal, Hinterhof, Versteck. Empfang im „Foyer“ der Halle, geschwärzte Wände, keine Einbauten, rudimentäre Beleuchtung. Dazu molekulare high-tech „Liquid Food“ und Champagner.

 

Begrüßung im vorhandenen Szene-Theater (Box). Einlaß in die bis dato absolut dunkle Halle. Parallel stattfindende Workshops. Jeweils dazwischen Dinner und Diskussion.

 

Architektur:
Zeigen und arbeiten mit der vorhandenen Raumstruktur des hohen Mittelschiffes und der Länge der Halle. Die räumliche Struktur des Raumes bleibt von Einbauten und Veranstaltungstechnik unberührt. (z.B. Verzicht auf Quertrussing im Mittelschiff, Erhalt des kathedralen Charakters).

 
Zeigen der Halle als Industriebrache, ungeschminkt, pur. Die Einbauten sind vom Tragwerk abgelöst und dehnen sich zweidimensional in der Ebene aus. Die so entstehenden Markeninseln „Saab“, „Opel“ und „Chevrolet“ und die „GM“ Kommunikations- und Restaurantinsel „schweben“, über dem Hallenboden und verstärken die Distanz zur bestehende Bausubstanz.

 
Der ruinöse Hallenzustand mit Schattierungen von Patina kleinteiliger alter Materialien, steht im Gegensatz zur schlichten Bauweise der Plattformen, mit glatten und gleichmäßigen Oberflächen, die so eine futuristische Anmutung erhalten.

 
Die Ausleuchtung ist das verbindende Element zwischen alter Substanz, Einbauten und ausgestellten Fahrzeugen. Beides existiert zusammen in einem harmonischen Ensemble ohne sich zu berühren und gegenseitig zu stören.

  

Atmosphäre:
Verunsichert durch die ungewohnte Umgebung eines Hinterhofverstecks sind die Sinne der Gäste von Beginn geschärft und aufnahmefähig. Die Begrenzung der Ausleuchtung auf die Marken- und Kommunikationsinseln wirken atmosphärisch stark verdichtend unter dem kathedralen Hallendach. Der Eventablauf folgt der vorhandenen Struktur der als Subkultur-Theater genutzten Halle. Erst mit dem Verlassen der alten Bausubstanz betritt man die Welt der Zukunft, die Präsentation der Fahrzeuge.

 
Das Dinner-Event hat Workshopcharakter, der dem geweckten Interesse gerecht wird. Im Open Space finden auf jeder Markeninsel „Opel“, „Saab“ und „Chevrolet“ zeitgleiche Workshops statt. Eingebunden in die Präsentationen sind Designstudien, Vorserienmodelle und Claymodelle der kommenden 2,5 Jahre. Die Ausstattung mit Kommunikationsmitteln/ Mediatechnik sowie Möbeldesign entspricht den einzelnen Markenimages.

 

Licht und Bewegungseffekte:
Statisches, weißes Licht, exakt abgestimmt auf die Architektur des Gebäudes.

 

Dramaturgie:
Nach dem Empfang sitzen die Gäste im Theater. Die gläserne Bühnenrückwand
gibt den Blick frei in die dunkle Halle, Einbauten und Fahrzeuge sind kaum schemenhaft zu erkennen. Aus dem Dunkeln nähern sich 3 Lichtpunkte, Hostessen mit Leucht-Tops, die die Gäste abholen. Der blaue Steg beginnt blau zu leuchten und führt die Gäste in die noch dunkle Halle, zu den einzelnen Markeninseln. Sobald die Gruppen ankommen, werden die Sitzgruppen ausgeleuchtet. Die Gäste nehmen Platz zu den Workshops, erst dann werden die Fahrzeuge mit Präsenterlicht in Szene gesetzt und erhalten die Aufmerksamkeit, die Ihnen zusteht. Ein beleuchtetes GM Logo bildet nach der letzten Plattform den Abschluss und fasst die GM-Markenwelt räumlich ein. 

  

Fazit Erlebniswelt GM Designworkshop:
Emotion: „To be part of it“ Eintauchen in eine temporäre Design-Future-Atmosphäre
Information: Auch hier „to be part of it“, ein Konzern öffnet seine Schatzkiste, der Gast nimmt teil an Konfrontation, Diskussion, sein Urteil mitbestimmt den Konzernerfolg und Produktdesign der kommenden Jahre.

 

Kreativität:

GM Produktvorstand Robert A. (Bob) Lutz beschreibt das Design als letzte große Chance sich vom Wettbewerb zu unterscheiden. In Zeiten nahezu beliebig austauschbarer Plattformstrategien gehört die Zukunft dem Design und den Designern und er beschwor den "Spirit of Creativity" als letzte große Differenzierungsmöglichkeit. Das Event folgte dieser Leitlinie und die durchweg positive Resonanzen der COTY-Juroren und des Kunden GM gaben dem Konzept Recht.

 

+++ Randnotiz: „Sie sind wirklich spezialisiert auf ganz ungewöhnliche Eventräume!“
Marc Beckers, GM Communications, Detroit +++

 

+++ Randnotiz: „Als ich heute Morgen die Halle sah, dachte ich, jetzt ist der Fischbach vollends verrückt geworden. Ich dachte nicht, dass eine solche Industrieruine der richtige Ort für ein Event ist. Heute Abend muss ich neidlos anerkennen, es war ein beeindruckendes Event mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Ich hätte den Mut nicht gehabt!“

Hanspeter Ryser, Direktor Kommunikation Chevrolet Europe zum COTY-Event +++